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Geomagnetischer Sturm oder Substurm? Ähnliche Namen, unterschiedliche Ereignisse

Geomagnetischer Sturm oder Substurm? Ähnliche Namen, unterschiedliche Ereignisse

Im Alltag wird jedes intensive Polarlicht als Sturm bezeichnet. In der Weltraumphysik sind geomagnetischer Sturm und Substurm jedoch keine Synonyme. Sie können gleichzeitig auftreten, beschreiben aber unterschiedliche Skalen und Prozesse.

Der geomagnetische Sturm ist global

Er entsteht, wenn der Sonnenwind über viele Stunden viel Energie in die Magnetosphäre überträgt. Das gesamte System wird gestört, der Ringstrom verstärkt sich und das Polarlichtoval kann sich zu niedrigeren Breiten ausdehnen. Die NOAA-Skala G1–G5 beschreibt solche Ereignisse.

Der Substurm ist eine schnelle Freisetzung

Er betrifft vor allem Magnetschweif und Polarlichtoval. Gespeicherte Energie wird plötzlich freigesetzt und erzeugt helle Expansionen und schnelle Bewegungen. Das kann während eines Sturms, aber auch bei mäßigen globalen Bedingungen geschehen.

Der Unterschied in drei Punkten

  • Skala: global beim Sturm, regional beim Substurm.
  • Dauer: Stunden oder Tage gegenüber Minuten oder wenigen Stunden.
  • Optik: Ausdehnung des Ovals gegenüber einem lokalen Ausbruch aus Strahlen und Formen.
Ein großer Sturm vergrößert die Bühne; ein Substurm kann die Vorstellung einschalten.

Warum die Unterscheidung wichtig ist

In niedrigen Breiten braucht man vor allem einen starken geomagnetischen Sturm, der das Oval nach Süden verschiebt. Wer bereits unter dem Oval steht, kann auch ohne extreme globale Werte einen spektakulären Substurm erleben.

Quellen

Geomagnetischer Sturm oder Substurm? Ähnliche Namen, unterschiedliche Ereignisse | Aurora Hunter Wissenschaft