Magnetometer und Kp: Wie ein geomagnetischer Sturm wirklich gemessen wird
Kp wird häufig wie eine unmittelbare Wetterzahl behandelt, ist aber das Ergebnis von Messung und Standardisierung. Bodenmagnetometer registrieren kleine Veränderungen des Erdmagnetfelds und zeigen, wie stark das System gestört ist.
Was ein Magnetometer misst
Das Instrument erfasst Stärke und Richtung des lokalen Magnetfelds. Bei geomagnetischer Aktivität verändern Ströme in Magnetosphäre und Ionosphäre das am Boden gemessene Feld leicht. Diese Abweichungen werden mit ruhigen Bedingungen verglichen.
Von lokalen Stationen zum planetaren Index
Kp kombiniert Beobachtungen eines Netzes von Stationen in mittleren und höheren Breiten. Jede Station wandelt ihre Veränderung in einen standardisierten Index um; daraus entsteht für Drei-Stunden-Intervalle ein Wert von 0 bis 9.
Was Kp nicht sagen kann
- Er zeigt nicht die genaue Polarlichthelligkeit an Ihrem Ort.
- Schnelle Veränderungen können bereits begonnen haben, bevor sie im Wert erscheinen.
- Ein globaler Wert kann wichtige regionale Unterschiede verdecken.
Kp ist eine Zusammenfassung des Erdmagnetfeldverhaltens, kein universeller Polarlichtschalter.
Richtige Anwendung
Nutzen Sie Kp für die allgemeine Größe der Störung und eine mögliche Ausdehnung des Ovals. Für die aktuelle Lage ergänzen Sie Sonnenwind, regionale Magnetometer, OVATION, Webcams und Wetterdaten.