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Sonneneruption oder CME? Der Unterschied, der jede Polarlichtprognose verändert

Sonneneruption oder CME? Der Unterschied, der jede Polarlichtprognose verändert

Wenn die Sonne aktiver wird, ist in Prognosen häufig von Sonneneruptionen und CMEs die Rede. Beide können aus derselben aktiven Region stammen, sind aber unterschiedliche Phänomene und wirken verschieden auf die Erde.

Eine Eruption ist ein Strahlungsausbruch

Eine Sonneneruption setzt plötzlich elektromagnetische Energie frei, vor allem Röntgen- und Ultraviolettstrahlung. Sie erreicht die Erde in etwa acht Minuten und kann Funkverbindungen auf der Tagseite schnell stören. Eine Eruption allein garantiert jedoch kein starkes Polarlicht.

Eine CME ist eine magnetisierte Wolke

Ein koronaler Massenauswurf schleudert Plasma und Magnetfeld ins All. Ist die Wolke erdgerichtet, kann sie viele Stunden oder einige Tage später eintreffen. Für Polarlichter ist die Ausrichtung des mitgeführten Magnetfelds entscheidend: Ein südwärts gerichtetes Bz begünstigt die magnetische Rekonnexion.

So unterscheidet man beide

  • Eruption: nahezu sofortige Funkauswirkungen und Hinweis auf Sonnenaktivität.
  • CME: mögliche verzögerte geomagnetische Störung und intensivere Polarlichter.
  • Keine automatische Verbindung: Nicht jede Eruption erzeugt eine erdgerichtete CME.
Die Eruption zeigt, dass auf der Sonne Energie freigesetzt wurde; die CME zeigt, ob eine magnetisierte Wolke tatsächlich zu uns unterwegs sein könnte.

Worauf Polarlichtjäger achten sollten

Zuerst sind Koronografenbilder und die geschätzte Flugbahn wichtig. Sobald die Wolke die Messsatelliten bei L1 erreicht, entscheiden Geschwindigkeit, Dichte und Bz. Eine Schlagzeile über eine starke Eruption reicht nicht aus, um nach draußen zu gehen.

Quellen

Sonneneruption oder CME? Der Unterschied, der jede Polarlichtprognose verändert | Aurora Hunter Wissenschaft