viaggio

Island: Die Route der Geysire und heißen Quellen, die nur wenige kennen

Island: Die Route der Geysire und heißen Quellen, die nur wenige kennen

Geothermales Island jenseits der Touristenpfade

Island ist eines der geothermisch aktivsten Gebiete der Erde — es liegt auf dem Mittelatlantischen Rücken, wo sich die eurasische und die nordamerikanische Platte trennen, und auf dem Island-Hotspot, der die Vulkane speist. Das Ergebnis: Hunderte von natürlichen heißen Quellen, Fumarolen, Geysiren und warmen Seen im ganzen Land. Die meisten Touristen sehen Geysir (Golden Circle) und die Blaue Lagune. Aber es gibt noch eine zweite, viel wildere und authentischere Ebene für diejenigen, die wissen, wo sie suchen müssen.

Landmannalaugar: Das Tal der Farben mit heißer Quelle

180 km von Reykjavik entfernt, im Herzen des Hochlandes, ist Landmannalaugar eine der surrealsten Landschaften Islands: Berge aus mehrfarbigem Rhyolith (saurer Lava) — orange, grün, rosa, lila, schwarz, weiß — umgeben von schwarzen Lavafeldern. Und mittendrin eine natürliche heiße Quelle, in der man nach dem Wandern baden kann. Der Ort ist nur im Sommer (Juni-September) erreichbar und erfordert einen Allrad-SUV für die Flussdurchquerungen (F208). Kostenloser Zugang, Campingplatz vorhanden.

Reykjadalur: Das Dampftal, 45 Gehminuten entfernt

Nur 45 Gehminuten vom Dorf Hveragerði (45 Minuten von Reykjavik) entfernt, wird das Reykjadalur-Tal von einem natürlichen heißen Fluss durchquert, in dem Sie direkt in der freien Natur baden. Temperatur: 38-45°C in einigen Abschnitten. Der Weg ist ganzjährig begehbar (im Winter mit Schnee am spektakulärsten). Kostenlos, keine Reservierung erforderlich — nur die Energie für den Aufstieg.

Seljavallalaug: Der romantischste Pool Islands

Das 1923 am Fuße eines Berges auf der Halbinsel Þórsmörk erbaute Seljavallalaug ist das zweitälteste Geothermalbad Islands. Das Wasser kommt direkt aus dem Berg und ist etwa 35°C warm. Es wird nicht gepflegt oder künstlich beheizt — es ist, wie Natur und Zufall es belassen haben. Der Weg dorthin ist ein 15-minütiger Spaziergang auf einem Pfad entlang eines Canyons. Kein Eintritt, kein Wächter, keine Serviceleistungen — nur Sie, das warme Wasser und die Berge.

Laugarvatn Fontana: Das traditionelle Bad der Einheimischen

Die Laugarvatn Fontana Bäder am gleichnamigen See (im Gebiet des Golden Circle) sind direkt über natürlichen geothermischen Quellen gebaut. Sie können das traditionelle Roggenbrot (hverabrauð) direkt im unterirdischen Dampf backen lassen — es wird warm mit isländischer Butter serviert. Die Außenpools mit Blick auf den See und die Direktdampfsaunen sind auch mitten im Winter fantastisch. Kosten: 30-40 €.

Þeistareykir: Wilde Geysire in Nordisland

Im Nordosten Islands liegt das Geothermalgebiet Þeistareykir völlig abseits der ausgetretenen Pfade. Fumarolenfelder, rauchende Solfataren, Teiche mit kochendem Schlamm und kleine, nicht katalogisierte Geysire. Es gibt keine Touristenzentren, keine Guides — nur Marslandschaft und das Geräusch der atmenden Erde. Bringen Sie wasserdichte Stiefel mit: Der Boden ist instabil und in einigen Bereichen sehr heiß (achten Sie darauf, wohin Sie treten).

Grundlegender Sicherheitshinweis

Wenn Sie wilde Geothermalquellen in Island erkunden:

  • Berühren Sie niemals den Boden von Fumarolen oder Schlammfeldern — die Oberflächenkruste mag fest aussehen, aber darunter kochenden Schlamm verbergen
  • Prüfen Sie immer die Temperatur mit der Hand, bevor Sie in eine Quelle eintauchen — einige Quellen sind fast 100°C heiß
  • Baden Sie nicht ohne fachkundigen Führer in den Quellen nahe Krafla oder Askja — die Temperaturen können sich plötzlich ändern
#blog#viaggio

Weiterlesen...

Island: Die Route der Geysire und heißen Quellen, die nur wenige kennen | Aurora Hunter Blog